Herzgesundheit statt Qualm

Veröffentlicht am 12. März 2026 um 14:55

Heute und morgen ist Arta Mollaei von der Deutschen Herzstiftung zu Gast in unseren fünften Klassen, um über die Gefahren und Risiken des Vapens aufzuklären. 

"Willst du vapen?" stand am Anfang des Workshops und die Antwort war eindeutig: NEIN! Unter der fachkundigen Leitung der Referentin Arta Mollaei erlebten die Schülerinnen und Schüler zwei Schulstunden, die alles andere als trockener Unterricht waren. Anschaulich, lebendig und mit viel Raum für Fragen führte sie durch den Workshop. Dabei galt das Motto: Es gibt keine Tabus – alles durfte gefragt werden!

Ein zentraler Punkt war die Aufklärung über die Inhaltsstoffe. Viele denken beim Vapen an harmlosen Wasserdampf, doch die Realität sieht anders aus:

Der "Ekel-Faktor" Frostschutzmittel: Für einen Moment der absoluten Ungläubigkeit sorgte die Information, dass in vielen Liquids Inhaltsstoffe wie Propylenglykol enthalten sind, die auch in Frostschutzmitteln Verwendung finden. Erst herrschte ungläubiges Staunen, dann schlug die Stimmung in deutlichen Ekel um – die Vorstellung, sich Chemie in die Lunge zu ziehen, die sonst im Auto landet, hinterließ bleibenden Eindruck.

Nikotin-Falle: Arta Mollaei erklärte eindringlich, dass selbst Vapes, die als „nikotinfrei“ deklariert sind, oft Nikotin enthalten können.

Suchtgefahr: Ein wichtiger Merksatz des Tages war: Je jünger man anfängt, desto schneller wird man süchtig. Das junge Gehirn reagiert besonders empfindlich auf die Suchtstoffe.

Gesundheitliche Folgen: Von der Schädigung der Lungenbläschen bis hin zu Belastungen für das Herz-Kreislauf-System wurden die Konsequenzen klar benannt. Auch die Gefahren des Passivrauchens (oder „Passivdampfens“) wurden thematisiert – denn auch wer nicht selbst zieht, atmet die Schadstoffe der anderen ein.

Ein Thema, das viele Schüler besonders aufrüttelte, war die Umweltbelastung und die damit verbundene Brandgefahr. Vapes sind oft Einwegprodukte, die nach Gebrauch achtlos im Hausmüll oder sogar in der Natur landen. Arta Mollaei verdeutlichte die drastischen Folgen:

Lithium-Batterien als Zündzünder: Da Vapes Batterien enthalten, handelt es sich um gefährlichen Elektroschrott. Werden diese Batterien im normalen Müll gepresst, können sie explodieren oder sich entzünden.

Brennende Müllhalden: Solche Fehlentsorgungen führen immer wieder zu massiven Bränden auf Müllkippen und in Entsorgungsanlagen, die nur schwer zu löschen sind. Einweg-Vapes sind also nicht nur schlecht für die Lunge, sondern eine tickende Zeitbombe für die Umwelt.

Warum fangen Kinder überhaupt an? Gemeinsam mit der Referentin analysierten die Klassen die Hintergründe:

Rolle von Stress: Viele greifen zur Vape, um vermeintlich „runterzukommen“.

Gruppenzwang: Der Wunsch, dazuzugehören und „cool“ zu sein, ist oft der stärkste Antrieb.

Selbstbehauptung: In Rollenspielen lernten die Kinder, dass wahre Stärke bedeutet, Nein zu sagen, auch wenn alle anderen mitmachen.

Zum Abschluss des Workshops wurde jede Klasse kreativ. Um das Gelernte zu festigen, entwarf jede Gruppe ihren eigenen „Powersatz“ als gemeinsames Statement gegen das Vapen. Die 5a entschied sich für folgenden Satz:

„Wir vapen nicht, denn Vapen ist für Weicheier!“

Die Deutsche Herzstiftung setzt sich intensiv dafür ein, dass Kinder gar nicht erst mit dem Konsum von Nikotin beginnen. Da das Vapen den Blutdruck erhöht und die Gefäße schädigen kann, ist diese Aufklärungsarbeit ein zentraler Baustein, um die Herzgesundheit der nächsten Generation zu schützen.

Wir danken Arta Mollaei für diesen packenden Workshop und freuen uns, dass unsere 5. Klassen nun mit so viel Wissen und Selbstbewusstsein in die Zukunft gehen!